Bei dieser Entscheidung sollten Sie folgende drei Aspekte berücksichtigen: Ihre Interessen und Neigungen, Ihre schulischen Stärken und auch Ihre Berufswünsche.

Jede Ausbildungsrichtung bringt andere Profilfächer mit sich und auch das Praktikum in der 11. Klasse orientiert sich an der Ausbildungsrichtung. Daher sind folgende Gedanken bei der Entscheidungsfindung möglicherweise hilfreich:

Themen und Fächer, für die man sich interessiert, fallen einem meist leichter. Auch größere Lernmengen sind einfacher zu bewältigen, wenn man daran Spaß hat und sich dafür interessiert.

In der Ausbildungsrichtung Sozialwesen gibt es die Profilfächer Pädagogik/Psychologie, Sozialwirtschaft und Recht, Chemie, Biologie und Soziologie.

Im der Ausbildungsrichtung Wirtschaft und Verwaltung sind es Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen, Volkswirtschaftslehre, Rechtslehre, Naturwissenschaften und Informatik. Überlegen Sie also für sich: Welche dieser Fächer interessieren mich mehr? Welche dieser Fächer haben mir bisher in der Schule besonders viel Spaß gemacht?

Entsprechend Ihrer Ausbildungsrichtung wird sich auch Ihr Praktikum in der 11. Klasse gestalten. Wählen Sie die Ausbildungsrichtung Sozialwesen, werden Sie Menschen betreuen und mit ihnen arbeiten. Sie absolvieren Ihr Praktikum dann beispielsweise in einem Kindergarten, einer Grundschule oder im Seniorenheim. Im Bereich Wirtschaft und Verwaltung könnte Ihre Praktikumsstelle hingegen eine Rechtsanwaltskanzlei, eine Versicherung, eine Behörde oder ein Einzelhandelsgeschäft sein. Überlegen Sie also auch hier: Was interessiert mich mehr? Welche Erfahrungen möchte ich sammeln? Wo sehe ich meine Stärken und kann sie besonders einbringen?

Außerdem sollten Sie bedenken, wie leicht Ihnen die entsprechenden Fächer bislang gefallen sind. Auch wenn das Niveau im Vergleich zur Vorgängerschule in vielen Fächern ansteigt, zeigt sich doch, dass Schüler*innen, die in der Vergangenheit in einem Fach gute Noten erzielt haben, sich auch an der FOS in diesem Fach leichter tun. Wenn Sie umgekehrt bereits in der Vergangenheit in einem Fach Probleme hatten, müssen Sie auch bei uns mit solchen rechnen.

Obwohl beide Ausbildungsrichtungen allen Schüler*innen offenstehen, die die Voraussetzungen zur Aufnahme an die FOS erfüllen, haben Sie womöglich Vorteile, wenn Sie die Ausbildungsrichtung wählen, deren Fächer Sie an der Vorgängerschule schon vertieft hatten. Wer beispielsweise die Wahlpflichtfächergruppe II an der Realschule besucht hat, wird sich gerade zu Beginn der 11. Klasse in der Ausbildungsrichtung Wirtschaft und Verwaltung leichter tun als jemand, der hierfür noch kein Vorwissen mitbringt. Dies sollte jedoch nicht der ausschlaggebende Grund sein. Gerade der Beginn einer neuen Schulart bietet auch die Möglichkeit, sich neu auszurichten und entsprechend der eigenen Fähigkeiten und Zukunftswünsche zu entscheiden.

Zuletzt sollten Sie also auch überlegen, in welchem Bereich Sie sich später beruflich sehen. Sie erwerben zwar nach der 12. Klasse das Fachabitur, mit dem Sie unabhängig von der gewählten Ausbildungsrichtung Studiengänge an Hochschulen für angewandte Wissenschaften (Fachhochschulen) wählen können. Natürlich hat hier aber Vorteile, wer schon Vorwissen aus dem entsprechenden Zweig an der FOS mitbringt. Sollten Sie sich nach der FOS für eine Ausbildung oder ein duales Studium entscheiden, können Sie im Bewerbungsprozess ebenfalls punkten, wenn Sie schon Kenntnisse aus dem entsprechenden Fachbereich mitbringen.

Falls Sie sich dazu entschließen, die 13. Klasse zu besuchen, werden die Ausbildungsrichtungen auch wieder relevant. Mit einer zweiten Fremdsprache erwerben Sie hier ein allgemeines Abitur, mit dem Sie auch an Universitäten Ihr Studienfach frei, also unabhängig von der Ausbildungsrichtung wählen können. Wenn Sie allerdings keinen ausreichenden Nachweis über die zweite Fremdsprache haben bzw. bei uns erwerben, erhalten Sie ein sogenanntes fachgebundenes Abitur. Dieses berechtigt zwar ebenfalls zum Studium an einer Universität, allerdings sind die Studienfächer eingeschränkt. Wenn Sie an der FOS die Ausbildungsrichtung Sozialwesen besucht haben, können Sie dann beispielsweise Psychologie oder Pädagogik, aber nicht Betriebswirtschaft oder Rechtswissenschaften studieren. Haben Sie hingegen die Ausbildungsrichtung Wirtschaft und Verwaltung besucht, verhält es sich genau umgekehrt. Insofern sollten Sie bei der Entscheidung für eine Ausbildungsrichtung auch berücksichtigen, für welchen Beruf oder Studiengang Sie sich interessieren. 

Unabhängig von der Ausbildungsrichtung sollten Sie wissen: Die allgemeinbildenden Fächer Deutsch, Englisch und Mathematik sind ein wesentlicher Bestandteil der FOS-Ausbildung und werden im schriftlichen (Fach-)Abitur geprüft. Die Inhalte und das Niveau in diesen Fächern unterscheiden sich in den Ausbildungsrichtungen Sozialwesen und Wirtschaft/Verwaltung nicht.

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